Christine Lehnert 14. Mai 2009
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Christine Lehnert. Reiseverkehrskauffrau. Mitglied der Bürgerschaft
„Ohne außerparlamentarischen Druck geht gar nichts. Wir von der SAV haben nicht die Vorstellung, die Welt im Rathaus zu verändern. Wir wissen, dass Verbesserungen für die Arbeiterklasse und Jugend stets auf der Straße, in den Stadtteilen und Betrieben erkämpft werden mussten. Dieser Kampf ist auch unser Kampf. Unser Mandat in der Bürgerschaft versuchen wir in diesem Zusammenhang einzusetzen. Wir können ‚die parlamentarische Bühne‘ nutzen, um auf die Probleme der Menschen hier aufmerksam zu machen, die Sorgen derjenigen anzusprechen, die sonst keine Lobby haben. Wir verbinden den Kampf auf der Straße mit unseren Aktivitäten im Parlament. Widerstand ins Rathaus heißt, dass hier endlich ein anderer Wind wehen soll!“
Aufgrund des Engagements der SAV und der Anträge von Christine Lehnert hat Rostock zum Beispiel als eine der ersten Städte bundesweit ein Sozialticket für ALG-II-Empfänger/innen eingeführt. Weiterhin konnten Kürzungen in Höhe von 50 000 Euro bei den Trägern der Obdachlosenhilfe zurückgewiesen werden – ein wichtiger Erfolg für die Betroffenen.
Christine Lehnert und die SAV haben seit 2004 immer wieder Proteste von Beschäftigten und Erwerbslosen unterstützt ebenso wie antifaschistische Initiativen und Aktionen und den Schülerstreik im Herbst 2008.
Christine Lehnert kämpft seit 2004 konsequent gegen Kürzungen, Entlassungen und Privatisierungen. Sie selbst hierzu:
„Der Dauerstreit im Rathaus, ob kommunales Eigentum verscherbelt oder „langfristig aktiviert“ werden soll, um Schulden abzubauen, ist unerträglich. Ich lehne beide Varianten ab! Die finanzielle Misere der Stadt Rostock darf nicht auf dem Rücken der Menschen hier ausgetragen werden. Weder Privatisierungen noch so genannte „Optimierung“ mit Stellenabbau und Lohnsenkungen sind der richtige Weg. Statt dessen muss mehr Geld durch höhere Zuweisungen von Bund und Land in Rostocks Kasse. Geld ist in diesem reichen Land schließlich genug da, wie wir aktuell sehen, wenn 8 Manager der Dresdner Bank sich 58 Millionen Euro genehmigen oder die Hypo Real Estate 100 Milliarden Euro vom Staat zur Verfügung gestellt bekommt.“





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